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Dubioser Einsatz in Saarbrücken

Datum: 04. März 2025 Zeit: 22:15 Uhr Ort: Saarbrücken,

Am 04.03.2025 gegen 22:15 Uhr erhielt der Tiernotruf Saarland e.V. einen Anruf von der Polizeiinspektion Saarbrücken Stadt. Die Beamten berichteten von einer kleinen Hündin, die sie auf dem Lidl-Parkplatz in der Halbergstraße aufgefunden hatten. Die Situation erschien dubios, da die Besitzerin des Hundes behauptete, ihr Hund sei sicher zu Hause. Trotz der Überfüllung des Tierheims und der Unverfügbarkeit des Notzwingers mussten wir eine Lösung finden, um der Hündin zu helfen.

Einsatzverlauf:

Kontaktaufnahme und erste Maßnahmen: Die Polizeiinspektion Saarbrücken Stadt meldete uns den Fund der Hündin und bat um unsere Unterstützung. Der Hund war mit einer Flexileine am Zaun des Lidl-Parkplatzes angebunden worden und reagierte sehr verängstigt auf die Umgebung. Der Chip des Hundes wurde von der Berufsfeuerwehr (BF) Saarbrücken ausgelesen, und laut Tasso war die Hündin registriert. Die Besitzerin jedoch bestand darauf, dass ihr Hund sicher zu Hause sei.

Vorbereitung und Anfahrt:

Da das Tierheim Saarbrücken keine weiteren Fundtiere aufnehmen konnte und der Notzwinger außer Betrieb war, beschloss ich, mich persönlich zum Einsatzort zu begeben. Ich nahm zwei Datamars Chiplesegeräte mit, um die Situation vor Ort zu klären und den Chip der Hündin erneut auszulesen.

Vor Ort:

Im Vorraum der Polizeistation versuchte ich mit beiden Chiplesegeräten, den Chip der Hündin auszulesen. Doch zu meiner Verwunderung zeigte keines der Geräte eine Chipnummer an. Dies war besonders seltsam, da die BF Saarbrücken eine Chipnummer ausgelesen hatte. Ich fragte daher nach der genauen Geschichte der Hündin, um ein besseres Verständnis der Lage zu bekommen.

Hintergrundinformationen:

Die Hündin war auf dem Lidl-Parkplatz in der Halbergstraße aufgefunden worden. Sie war mit einer Flexileine am Zaun angebunden und reagierte sehr empfindlich auf die unbekannten Geräusche der Umgebung. Mir wurde klar, dass diese Hündin weder in einen Zwinger noch ins Tierheim gebracht werden konnte, da dies ihr enormes Stress und Leid verursachen würde.

Verknüpfung mit früherem Vorfall:

In einem Gespräch mit meiner Kollegin stellte sich heraus, dass wir am Vortag bereits einen ähnlichen Einsatz an demselben Lidl gemeldet bekommen hatten. Damals hatte sich jedoch der Anrufer nicht weiter gemeldet, und wir gingen davon aus, dass die Hündin gesichert worden war. Es bestand die Möglichkeit, dass die Hündin zwei Tage lang am Zaun angebunden war.

Entscheidung zur Mitnahme:

Angesichts der unzumutbaren Bedingungen für die Hündin entschied ich mich, sie mitzunehmen und über Nacht bei mir zu behalten. Wir hofften, dass sich ein Besitzer melden würde oder dass wir einen Pflegeplatz für die Hündin finden könnten.

Rückgabe der Hündin:
Gegen 00:15 Uhr erhielt ich einen erneuten Anruf von der Polizei. Der Halter der Hündin hatte sich gemeldet. Ich fuhr zur angegebenen Adresse und überprüfte die Papiere der Hündin. Wie erwartet gab es nur einen Impfausweis, aber keinen Chip. Der Halter konnte nicht erklären, wie die Hündin an den Zaun des nur 100 Meter entfernten Lidl-Parkplatzes gekommen war. Mit schwerem Herzen übergab ich die Hündin dem Halter.
Nachbereitung und Fazit:
Ich meldete den Vorfall der Polizei und dem Veterinäramt, um weitere Schritte einzuleiten. Dieser Einsatz verdeutlichte erneut die Schwierigkeiten bei der Unterbringung von Fundtieren und die Bedeutung einer korrekten Registrierung. Die ungewisse Zukunft der Hündin und ihre zuvor erlittenen Qualen bleiben mir in Erinnerung. Es bleibt zu hoffen, dass die Behörden nun Maßnahmen ergreifen, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.

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